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Einnahme von Milchzucker und seine mögliche Problematik
Lactose (Milchzucker) als Trägersubstanz für die Mineralstoffe nach Dr. Schüßler - Schüßler Salze - Schüßler Mineralstoffe ist für uns ein besonders wichtiges Thema. Lactose ist ein Disaccharid aus zwei Zuckerbausteinen bestehend, das sind Glucose und Galactose. Sie kommt ausschließlich in der Milch vor und wird aus Molke gewonnen. Lactose wird als Hilfsstoff in der Nahrungs- und pharmazeutischen Industrie verwendet, so z.B. in Beutelsuppen und -saucen, Gewürzmischungen, Wurstwaren, Zucker- und Backwaren, Schokoladeartikel, Tabletten und Kapseln.
Lactosegehalt in Milch- und Milchprodukten Lactose g/100g
Milch 4,5-5
Naturjoghurt 3,2
Sauermilch Bifidus 3,6
Kondensmilch 10,2
Eiscreme 7
Vollrahm 3,2
Kaffeerahm 3,8
Molke 5
Butter 0,6
Camembert 0,1
Hartkäse 0
Im Magen-Darm-Trakt wird Lactose durch intestinale (im Darm vorkommende) Lactase enzymatisch gespalten. Lactose gibt es verschieden aufbereitet; je nach Kristallisationsart und dem Trocknungsprozeß variieren die kristallinen und amorphen Anteile der alpha- und beta-Lactose und deren Hydratationsstadien. Alpha-Lactose gibt es als wasserfreie Form (unhydriert) oder als Monohydrat. Beta-Lactose gibt es nur als unhydrierte Form. Die übliche Handelsform ist die des Alpha Monohydrats.
Ein Teil Lactose ist löslich in fünf Teilen Wasser, oder 2,6 Teilen kochendem Wasser. Eine 9,75% Lactoselösung hat dieselben os-motischen Eigenschaften wie menschliches Blut.
Folgende Störungen könne bei der Einnahme von Lactose auftreten:Bei einem Mangel an intestinaler Lactase (einem Enzym im Magen-Darm-Trakt) kommt es zu erheblichen Verdauungsstörungen, die man unter dem Begriff von Lactoseintoleranz zusammenfaßt. Symptome der Lactoseintoleranz: Bauchkrämpfe, Durchfall, Blähungen, Flatulenz
Diese Symptome können auch auftreten, wenn zuviel Lactose eingenommen wird. Lactose darf nicht genommen werden bei:
Galactosämie (sehr selten): eine genetische Erkrankung
Lactosemaladsorbtionssyndrom d.i. die Folge des gänzlichen Fehlens der Lactase
Lactoseintoleranz entsteht beim erwachsenen Menschen durch einen Rückgang der Aktivität des Enzyms Lactase, das im Kindesalter zur Genüge vorhanden ist. Nach dem Abstillen bzw. Entwöhnen nimmt die Lactaseproduktion Jahr für Jahr ab.
Der Abfall der Lacta-seaktivität beginnt bei Schwarzamerikanern oder -Afrikanern wie auch den Asiaten etwa ab dem zweiten Lebensjahr. Bei den Nord- und Mitteleuropäern beginnt der Abfall oftmals erst in der Pubertät.
Primärer Lactasemangel d.h. völliges Fehlen der Lactase, daher echte Lactoseintoleranz, tritt bei der weißen Bevölkerung Europas, Nordamerikas und Australiens bei ca. 5-20% auf. Afrikaner und asiatische Völkergruppen haben bis zu einem Anteil von 95% einen völligen Lactasemangel.
Die Behandlung der völligen Lactoseintoleranz ist durch die Einnahme von Beta-Galactosidase in Form von Tropfen oder Kautablet-ten möglich. Dabei ist darauf zu achten, daß vor jeder Zufuhr von Lactose dieses Enzym eingenommen wird.
Lactoseverdauung
Lactose wird durch Beta-Galactosidase, die im Bürstensaum des Dünndarms lokalisiert ist, aufgespalten, hydrolysiert, bei einem optimalen pH von 5-6. Die höchste Aktivität wird im Jejunum (Teil des Dünndarms) gemessen. Die Spaltprodukte sind Galactose und Glucose, die dann in den Blutkreislauf resorbiert werden. Auch Galctose wird nach Phosphorylierung in den Glycosestoffwechsel eingeschleust. Wenn zu wenig Lactase vorhanden ist, gelangt "unverdaute" Lactose in den Dickdarm, d.i. Lactose, die nicht ge-spalten wurde. Der hohe osmotische Druck der Lactose bewirkt, daß Wasser in den Dickdarm strömt, zusätzlich zersetzen die im Dickdarm angesiedelten Bakterien die Lactose. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, Milchsäure, die den pH-Wert des Dickdarms in den sauren Bereich verschiebt, Wasserstoff, der über die Lunge ausgeatmet wird, Kohlendioxid und Methan. Das alles kann zu den schon erwähnten Symptomen der Lactoseintoleranz führen.
Achtung ist auch für Menschen geboten, die an Morbus Crohn erkrankt sind, hier liegt ein sekundärer Lactasemangel vor, der wieder rückgängig gemacht werden kann.
Wirkung des Milchzuckers bei Verstopfung (Obstipation)
Als normal anzusehen sind Stuhlentleerungen von zwei- bis dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. Unter Opstipation versteht man, wenn zwei Kriterien der nachfolgenden Liste über mindestens drei Monate bestehen:
Stuhlgang weniger als dreimal wöchentlich
zu starkes Pressen ist notwendig
Gefühl der unvollständigen Entleerung
Blockadegefühl
manuelle Defäkationshilfe ist notwendig (z.B. Darmrohr, Einlauf, ...)
Als Ursachen kommen eine verzögerte Darmpassage, aber auch ständiges Unterdrücken des Stuhldranges in Frage. Das Unterdrü-cken des Stuhldranges führt zu einer Erhöhung der Stuhldrangreizschwelle, die zu einer Defäkation notwendig ist. Es können aber auch ernsthafte Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes vorliegen oder Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), weshalb eine Abklärung durch Untersuchungen anzuraten ist.
Auch die Einnahme von gewissen Arzneimitteln kann zu Verstopfung führen, z.B. Antidepressiva, Diurethica und v.a. paradoxerweise der ständige Mißbrauch von Laxantien (Abführmitteln).
Psychosomatische Ursachen sind auch möglich.
Die Obstipationsbehandlung sollte vorerst auf eine Änderung der Lebensführung hinzielen: Mehr Bewegung, Vollkornprodukte, Rohkost und Obst und eine vorwiegend pflanzliche Ernährung unterstützen einen natürlichen Stuhlgang. Auch die Flüssigkeitszufuhr sollte erhöht werden. Milchzucker kann helfen, die chronische Verstopfung günstig zu beeinflussen und zu beheben.
Lactose fördert die Aufnahme von Mineralstoffen.
Die Resorbtion von Lactose durch enzymatische Spaltung erfolgt langsamer als bei Saccharose, so daß besonders bei höherer Zufuhr Lactose "unverdaut" in den Dickdarm gelangt und dort bakteriell gespalten wird. Die dafür verantwortlichen Keime sind Lactobazillus bifidus und Lactobazillus acidophilus.
Bei der Spaltung entstehen Milchsäure, Essigsäure, Ameisensäure und Kohlendioxid. Die osmotische Aktivität des Milchzuckers bedingt auch eine Volumszunahme des Speisebreies durch Flüssigkeitsvermehrung. Die im Dickdarm entstehende Milchsäure verstärkt die osmotische Aktivität zusätzlich, so daß insgesamt die Passagezeit verkürzt wird. Die Folge ist eine Erhöhung der Stuhlfrequenz, eine Erhöhung des Stuhlvolumens und eine weichere Stuhlkonsistenz. Zusätzlich fördert die Milchsäure das Wachstum der wichtigen Lactobazillen. Die Leber wird ebenfalls in ihrer Entgiftungsfunktion entlastet. Bei der Einnahme ist auf die oben erwähnten Kontraindikationen zu achten.
Es gibt keine Gewöhnung an Milchzucker.
Geschmacklich ist Lactose etwa ein Drittel so süß wie Saccharose.
Zahnärzte können beruhigt sein. Die kariogene Eigenschaft des Milchzuckers ist wesentlich geringer als die der Saccharose, da ja Lactose erst im Dünndarm gespalten wird.
Wichtig für Diabetiker Lactose kann auch von Diabetikern eingenommen werden. Sie wirkt etwas stärker blutzuckersteigernd als Fructose. Zu dem muß Milchzucker als Kohlehydrat in der Broteinheitrechnung (BE) berücksichtigt werden. 1 BE sind 12 Gramm Kohlehydrat, das sind 48 Tabletten Mineralstoffe nach Dr. Schüßler - Schüßler Salze - Schüßler Mineralstoffe zu 0,25 Gramm.
Eine Zufuhr von 1 bis maximal 3 Broteinheiten über den Tag verteilt gilt allgemein als tolerabel.
Bei Belastungen mit Pilzen im Darm, z.B. dem Candida Pilz, wirkt die Lactose für den Körper entlastend, so daß der Einnahme von Mineralstoffen nach Dr. Schüßler in Tablettenform nichts im Wege steht!
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