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Verkühlungen, Schnupfen, grippaler Infekt
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Schnupfen
Im April, der ersten Zeit von zeitweiser längerer Erwärmung, steht eine Veränderung der Kleidung an. Da die Freude über die schon wärmere Jahreszeit dazu verführt, zu wenig Kleidung anzuziehen, aber weil die Witterungseinflüsse auf den Körper auch innerhalb kürzester Zeit sehr schwanken, kommt es sehr leicht zu ganz leichten Verkühlungen oder zu Schnupfen.
Der Schnupfen, bei dem ein glasklarer Schleim aus der Nase kommt, verlangt nach Natrium chloratum Nr. 8, je nachdem, wie stark er ist. Eine gute Wirkung wird im akuten Zustand erst ab der Einnahme von 1 Tablette alle zehn Minuten zu erreichen sein. Allerdings muß berücksichtigt werden, daß es unter Umständen ein bis zwei Tage dauern kann, bis eine spürbare Wirkung eintritt. Der Organismus hat dann vorher noch dringendere Aufgaben im Körper mit diesem Mineralstoff erfüllt, bevor er zur Beruhigung der Nasenschleimhaut geschritten ist.
Werden die Mineralstoffe schon beim ersten Anzeichen genommen, dann wird die Wirkung sehr bald eintreten und eine viertel- bis halbstündige Einnahme wird genügen. Das genügt dann auch beim abklingenden Schnupfen.
Er entsteht, weil im Körper ein Mangel an Natrium chloratum Nr. 8 in der Zelle auftritt. Er wird unter anderem für den Wärme-, den Flüssigkeitshaushalt und den Aufbau aller Knorpelgewebe, Sehnen und Bänder benötigt. Dieser Betriebsstoff bindet im Körper auch den Schleimstoff, das Mucin, wodurch er für den Aufbau aller Schleimhäute zuständig ist. Besteht ein Mangel an diesem Mineralstoff, wird der Schleimstoff von den Schleimhäuten abgebaut bzw. regelrecht abgestoßen. Unser Bemühen ist es deshalb, den Mangel an diesem Betriebsstoff zu verringern oder vielleicht gar aufzuheben, wodurch dann auch die __triebsstörungen sich verlieren.
Verkühlung
Wird der Schnupfen auch noch von leicht erhöhter Temperatur und einem Husten begleitet, ist die Gefährdung der Gesundheit schon weiter vorangeschritten. Das heißt, die Mineralstoffspeicher von zwei weiteren Betriebsstoffen sind schon sehr stark reduziert. Für die leicht erhöhte Temperatur wird es notwendig sein, jede halbe Stunde 1 Tablette von Ferrum phosphoricum Nr. 3 zu nehmen und für den Husten in der gleichen Dosierung 1 Tablette von Kalium chloratum Nr. 4.
Bei der Behandlung des Hustens sollte auf den Einsatz der Hustensalbe nicht vergessen werden. Für den Husten wird deshalb eine Salbe empfohlen, weil sie eine Depotwirkung hat und einen leichten Wärmestau ermöglicht, der dem Körper gut tut.
Schnupfen im Sommer
Wie schon beschrieben benötigt der Organismus für den Temeperaturausgleich und damit für das Schwitzen sehr viel von Natrium chloratum Nr. 8. Dieser Mineralstoff ist auch für die Schleimhäute zuständig, insbesondere die Nasenschleimhaut, welche einen großen Speicher für diesen Mineralstoff darstellt. Dort befindet sich das Natrium chloratum Nr. 8 verbunden mit Mucin, dem Schleimstoff.
Werden nun sehr viele Natrium chloratum Nr. 8 Moleküle gebraucht und der Organismus muß auf die Speicher zurückgreifen, löst er die benötigten Moleküle aus den Schleimhäuten und der Schleimstoff fällt als Abfall an. Das ist der uns sehr bekannte Schnupfen. Durch eine kräftige Gabe von Natrium chloratum Nr. 8, ungefähr 30-50 Stück am Tag kann vorerst eine Linderung und dann mit einer geringeren Dosierung (10-20 Stück/Tag) nachhaltig eine Heilung erreicht werden.
Sommergrippe
Die Sommergrippe stellt sich bei manchen Menschen deshalb ein, da eine bestimmte Gruppe von Mineralstoffen für die speziellen Belastungen des Sommers verbraucht werden. Sie hat mit einer notwendigen Reinigung des Körpers zu tun, die unter dem Einfluß der warmen Temperaturen nicht durchgeführt werden konnten. Dabei empfiehlt sich ganz besonders folgende tägliche Mineralstoffmischung:
| Ferrum phosphoricum Nr. 3 |
für die leicht erhöhte Temperatur |
10 Stück |
| Kalium chloratum Nr. 4 |
für die angegriffenen Bronchien |
10 Stück |
| Kalium phosphoricum Nr. 5 |
Stärkung des Körpers |
10 Stück |
| Kalium sulfuricum Nr. 6 |
Reinigung des Körpers von innen her |
10 Stück |
| Natrium chloratum Nr. 8 |
für den Schnupfen |
10 Stück |
| Natrium sulfuricum Nr. 10 |
für die Reinigung des Körpers (Entschlackung) |
20 Stück |
Diese Mischung ist auch noch einige Zeit über das Ende der gesundheitlichen Belastung hinaus zu nehmen, damit sich die Speicher, die ziemlich ausgeleert wurden, wieder auffüllen können. Dann besteht auch wieder ein Puffer, mit dem Belastungen aufgefangen werden können. Ansonsten wäre man ja bei der geringsten Belastung wieder krank und mit der Einnahme der Mineralstoffe nach Dr. Schüßler - Schüßler Salze - Schüßler Mineralstoffe auch nicht zufrieden.
Erkältungskrankheiten - Temperatursteuerung
Die Temperatur des Körpers wird durch Oxidation erzeugt, in dem sich Sauerstoff mit Kohlenstoff verbindet und dabei das Kohlendioxid entsteht, wie schon beim Mineralstoff Ferrum phosphoricum beschrieben. Der Vorgang dieser Verbindung benötigt komplizierte Vorgänge, damit die Temperatur konstant gehalten werden kann. Wird jedoch diese konstante Temperatur des Körpers durch äußere Einflüsse verändert, muß ein Mechanismus einsetzen, der die Temperaturschwankungen ausgleicht.
Im Winter werden bei tiefen Temperaturen die Poren der Haut verschlossen, so daß keine Flüssigkeit mehr nach außen dringen kann. Die an der Oberfläche des Körpers unter der Haut gelegene abgekühlte Flüssigkeit wird abgezogen und durch erwärmte Flüssigkeit ausgetauscht. Auf diese Weise dringt die Kälte immer tiefer in den Körper ein, wenn nicht rechtzeitig ein Ausgleich durch genügende Erwärmung geschaffen wird.
Im Sommer wird bei zu starker Erwärmung der Temperaturausgleich einerseits durch Verdampfung von Flüssigkeit auf der Haut erreicht. Die Flüssigkeit dringt durch die Haut an die Oberfläche und die Wassermoleküle mit der größten Energie verflüchtigen sich, wodurch die Energie des Körpers reduziert wird, damit auch seine Temperatur. Andererseits wird die an der Oberfläche erwärmte Flüssigkeit abgezogen und durch eine kühlere aus dem Inneren des Körpers ersetzt. Damit steigt aber insgesamt die Körpertemperatur, wodurch von vornherein Grenzen für diesen Vorgang gesetzt sind. In der Sauna erhöht sich bei jedem Saunagang die Temperatur auf über 38°, was nachher einer vernünftigen Abkühlung bedarf (vor allem muß der Kopf abgekühlt werden, weil sonst in ihm ein zu hoher Druck entsteht).
Für beide Vorgänge, den im Winter, aber auch für den im Sommer, verbraucht der Organismus Natrium chloratum, weil die Vorgänge mit der Steuerung von Flüssigkeit verbunden sind. Zu Beginn werden die Mineralstoffe aus den Arbeitsspeichern, den kurzfristig zur Verfügung stehenden, entnommen. Dauert aber der Vorgang länger und wird der Mineralstoff nicht aufgefüllt, muß der Organismus auf die Langzeitspeicher im Gewebe zurückgreifen. So ist es verständlich, daß der wäßrige Schnupfen im Winter ebenso wie im Sommer auftreten kann. Aus den Schleimhäuten der Nase werden die Natrium chloratum Moleküle entnommen, wodurch der glasklare Schleim seinen Halt verliert und ausfällt.
Zur Vorbeugung einer Erkältungskrankheit sollte je eine Tablette Ferrum phosphoricum Nr. 3 jede Stunde und Natrium chloratum Nr. 8 jede halbe Stunde regelmäßig eingenommen werden.
Niederes Fieber, Fieber der Kinder
Hat der Organismus besondere Leistungen zu vollbringen, verbraucht er immer sehr viel vom Ferrum phosphoricum Nr. 3. Das ist natürlich im Winter der Fall. Da hat er sehr viel für die Erhaltung der Körpertemperatur zu tun, wofür sehr viel Sauerstoff in den Zellen benötigt wird. Bevor der Vorrat an diesem so wichtigen Mineralstoff zur Neige geht, greift der Organismus zu Notmaßnahmen.
Damit die Transportarbeit im Körper dann trotzdem reibungslos vor sich geht, es handelt sich dabei um den Stoffwechselumsatz, wird die Betriebstemperatur des Körpers erhöht. Dabei erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der das Blut durch die Adern fließt und ein Ausgleich für die fehlenden Transportmittel ist geschaffen.
Wir nennen diese Erhöhung der Betriebstemperatur Fieber und sind all zu leicht in Versuchung, es traditionellerweise mit fiebersenkenden Mitteln zu bekämpfen. Gelingt das, unterbleiben im Körper wichtige Prozesse, die für die Gesundheit notwendig wären. Es werden Hypotheken geschaffen, die irgendwann einmal eingelöst werden müssen. Bekommt der Organismus allerdings den so dringend benötigten Betriebsstoff, das Ferrum phosphoricum Nr. 3 zur Verfügung gestellt, erübrigt sich die Erhöhung der Betriebstemperatur und das Fieber geht zurück und verschwindet. Die Biochemie nach Dr. Schüßler - Schüßler Salze - Schüßler Mineralstoffe bekämpft also das Fieber nicht, sondern macht es überflüssig.
Hohes Fieber
Bei sehr hohem Fieber, über 38,8° Celsius, bringt das Kalium phosphoricum Nr. 5 Hilfe. Es muß dann alle drei Minuten eine Tablette eingenommen werden.
In diesem Fall muß aber auf jeden Fall auf die große Verantwortung hingewiesen werden, die jeder hat, der mit diesem Mineralstoff das hohe Fieber senken will.
Es zehrt nämlich sehr an den Kräften des Kranken und ab einem gewissen Zeitpunkt ist es dann ratsam, den Arzt zu Rate zu ziehen. Nach dem Absinken des Fiebers kann man dann immer noch die Folgen des Einsatzes so starker Mittel mit den entsprechenden Mineralstoffen nach Dr. Schüßler abbauen.
Einlauf
Einläufe sind fiebersenkend, denn sie entfernen die Gift- und Belastungsstoffe, die im Dickdarm abgelagert sind. Dabei sollten ebenfalls Mineralstoffe nach Dr. Schüßler - Schüßler Salze - Schüßler Mineralstoffe verwendet werden: siehe dazu die Ausführungen zum Monat Juli.
Ohrenschmerzen, Halsschmerzen
Schmerzen in den Ohren oder im Hals sind ein deutlicher Hinweis auf einen Mangel an Ferrum phosphoricum Nr. 3. Diese Schmerzen treten häufig im Winter auf und können durch die Einnahme von einer Tablette jede Viertelstunde bald unter Kontrolle gebracht werden. Lassen die Schmerzen nach, kann die Dosierung verringert werden.
Grippaler Infekt
Das Eisen transportiert nicht nur Sauerstoff, sondern dient dem Transport vieler Stoffe im Körper. Es unterstützt daher den Stoffwechsel im Körper überhaupt. Wird also durch besondere Beanspruchung, wie zum Beispiel Kälte im Winter oder Hitze im Sommer, sehr viel Eisen aus den aktuellen Speichern verbraucht und auch wertvolle Substanz schon abgebaut, steht von diesem Mineralstoff nicht mehr viel zur Verfügung. Außerdem muß der Organismus auf Reserven zurückgreifen können, welche er in guten Zeiten anlegen konnte, so daß er immer über eine gewisse Menge verfügt.
Will dann der Organismus nach einem ausgiebigen Aufenthalt im Freien bei großer Kälte seine Reparaturarbeiten, Instandsetzungsarbeiten oder was immer durchführen, steht das Eisen nicht mehr im gewünschten Maße zur Verfügung. Damit der Transport der nötigen Mittel aber trotzdem gut vonstatten geht, muß der Organismus zu einer Notmaßnahme greifen. Er erhöht die Betriebstemperatur, wodurch der Stoffwechsel auch schneller erfolgt und dadurch die notwendigen Mittel dem Bedarf entsprechend transportiert werden können.
Der Bereich dieser erhöhten Temperatur liegt zwischen 37° und 38,8°. Bei der oberen Grenze gibt es einen Spielraum von 0,3°. Es bleibt dem Berater oder Mineralstoffkundigen überlassen, ab wann für ihn das hohe Fieber einsetzt, welches das Kalium phosphoricum benötigt. Auch ist das von Fall zu Fall verschieden. Im Zweifelsfall können durchaus beide Mittel zugleich eingesetzt werden.
Die bei einer erhöhten Temperatur verabreichten Pastillen senken das Fieber nicht. Sie versetzen, wie schon beschrieben, den Organismus in die Lage, die erforderlichen Transporte einwandfrei durchzuführen, wodurch die Erhöhung der Temperatur überflüssig wird; die Notwendigkeit der Erhöhung der Betriebstemperatur wird aufgehoben.
Der Organismus braucht offensichtlich für die Aufnahme von Ferrum phosphoricum sehr lange und vor allem eine Zeit, in der sich der Körper in Ruhestellung befindet. Menschen, die sehr wenig schlafen, haben einen hohen Mangel an Ferrum phosphoricum. Bei Belastungen am Schlafplatz kommt der Organismus nicht zur Ruhe und kann seinen Ferrum phosphoricum Haushalt nicht in Ordnung bringen. Sehr häufig ist in diesem Zusammenhang das Phänomen des Gehörsturzes zu beobachten. Wie schon ausgeführt, ist das Ohr besonders von einer guten Versorgung mit Ferrum phosphoricum abhängig.
Bei allzu großem Schlafdefizit entsteht nicht nur eine Abwehrschwäche, sondern auch ein Mangel an Ferrum phosphoricum, verbunden mit einer Neigung zu Erkrankungen, welche mit niedrigem Fieber verbunden sind. Es handelt sich dabei um Menschen mit einem schwachen Immunfeld, es kommt leicht zu Verkühlungen, die Neigung zu Erkrankungen nimmt überhaupt zu, man fängt alles auf. Bei zu wenig Sauerstoff im Blut können die Erreger nicht oxidiert werden.
Wenn der Organismus durch zu wenig Ruhephasen die Regenerations- und Entschlackungsarbeit nicht leisten konnte, entsteht ein großer Rückstau an ausscheidungsnotwendigen Substanzen. Ist der Rückstau zu groß, greift der Organismus auch hier zu Notmaßnahmen, wie die Erhöhung der Körpertemperatur. Bevor er jedoch zu dieser Maßnahme greift, signalisiert er, wie weit die Not im Körper schon fortgeschritten ist. Der Betroffene fühlt sich in all seinen Gliedern wie zerschlagen. Es ist dies das erste Zeichen für einen grippalen Infekt, der einen Reinigungsprozeß darstellt, zum Unterschied von einer echten Virusgrippe.
Bettruhe ist manchmal notwendig
Das Zerschlagenheitsgefühl verlangt eigentlich nach der Nummer 10 (Natrium sulfuricum), worauf bei diesem Mineralstoff noch eingegangen wird. Wird allerdings dieses Signal überhört, bleibt dem Organismus nichts anderes übrig, als zu drastischeren Maßnahmen zu greifen. Er erhöht die Temperatur, um die allzu lange aufgestaute Entschlackungsarbeit leisten zu können. Dadurch wird der Stoffwechsel beschleunigt, was den Mangel an Ferrum phosphoricum ausgleicht, der ja durch die zu geringen Erholungsphasen zusätzlich entstanden ist.
Die Bettruhe hilft dem Organismus auf zwei Ebenen. Erstens wird durch die Ruhestellung der Bedarf an Ferrum phosphoricum enorm reduziert und zweitens der weitere Anfall von Abfallstoffen ebenfalls drastisch herabgesetzt. Da keine körperlichen Tätigkeiten anfallen, wird das Eisen auch aus den Muskelzellen entnommen. Wenn durch eine großzügige Gabe an Ferrum phosphoricum die Temperatur sehr bald sinkt, sollte der Erkrankte sich jedoch noch nicht so schnell wieder der vollen Belastung aussetzen, da der Organismus noch einige Zeit für die Wiederherstellungsarbeiten benötigt. Auch ist er durch den Eisenverlust in den Muskeln noch einige Zeit wackelig auf den Beinen.
Verbunden mit dem Entschlackungsvorgang ist meistens auch noch jener Schnupfen, welcher auf einen Bedarf an Natrium chloratum hinweist und ein schleimiger weißer Husten der einen Bedarf an Kalium chloratum aufzeigt.
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