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Kurt Hickethier
(1891 - 1958) |
Kurz Hickethier wurde am 22. Oktober 1891 in Nebra, im heutigen Sachsen-Anhalt, geboren. Er stieß durch eigene schwere Krankheit auf die Biochemie Dr. Schüßlers und begründete die Antlitzdiagnostik. Hickethier litt seit jungen Jahren an der unheilbaren Bechterewschen Krankheit. Mit Hilfe der Schüßlerschen Biochemie erreichte er immerhin Beschwerdefreiheit.
1926 gründete Hickethier das Schüßlerheim in Ellrich später das Kurhaus Hickethier auf Schloß Clettenberg, beide in Thüringen gelegen. Sehr vielen Menschen war Hickethier hier mit der Antlitziagnostik und Biochemie eine große Hilfe.
In Anerkennung seiner Forschungen auf dem Gebiet der Antlitzdiagnostik und Biochemie wurde Kurt Hickethier 1926 die Ehrendoktorwürde als Dr. of Naturopathy vom Pittsburgh College of Naturopathy/USA verliehen.
Im Jahre 1938 belegte man Hickethier aus politischen Gründen mit Berufsverbot.
Enteignung und Verfolgung durch die russische Besatzungsmacht zwangen ihn 1947 in den Westen Deutschlands zu flüchten. Hier konnte er nochmals gemeinsam mit seinen treuesten Mitarbeiterinnen vielen Menschen helfen.
Dr. Kurt Hickethier verstarb am 2. 2. 1958 in Dies im Westerwald, kurz nach dem Baubeginn der neuen Wirkstätte in Kemmenau.
Dr. Hickethier begründetet neben der Antlitzdiagnostik die Hickethier-Sehschulung, die Hickethier-Gesundheitsbäder und die Rückgratpflege, eine spezielle Nervenmassage. |
Kurt Hickethier
Der Begründer der Sonnerschau, der heutigen Antlitzdiagnostik, wurde am 22. Oktober 1891 in Nebra, dem damaligen Thüringen, im heutigen Sachsen-Anhalt geboren. Hickethier erkrankte im 1. Weltkrieg an Malaria. Als weitere schwere Belastung stellte sich bei ihm die Bechterewsche Krankheit ein, die ihm sehr zu schaffen machte. Da ihm die Schulmedizin nicht so recht helfen konnte, wandte er sich nun der Naturheilkunde zu und befaßte sich unter anderem auch mit der biochemischen Heilweise nach Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüssler. Mit Hilfe dieser biochemischen Heilweise besserte sich seine unheilbare Krankheit entgegen aller ärztlichen Prognosen soweit, daß er weitgehend beschwerdefrei wurde. Seine Erfahrungen vor allem aufgrund seiner verbesserten Lebenssituation und die daraus gemachten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Mineralstoffe nach Dr. Schüßler - Schüßler Salze - Schüßler Mineralstoffe, veranlaßten Kurt Hickethier, sich noch intensiver mit dieser biochemischen Heilweise zu beschäftigen.
Er nahm die Aufforderung Dr. Schüßlers(1) , sich mit der Antlitzdiagnostik zu beschäftigen ernst und hat sich mit diesem Spezialgebiet besonders intensiv auseinandergesetzt. Mit Hilfe seiner guten Beobachtungsgabe und seiner Intuition erarbeitete er sich die Zeichen für bestimmte Mängel im Antlitz des Menschen und entwickelte eine diesbezügliche Systematik, die es erlaubt, die Erkenntnisse auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Er nannte das Erkennen der Mängel im Antlitz des Menschen Sonnerschau und alle, die auf diesem Gebiete eine ausreichende Kenntnis besaßen, nannte er Sonner. Diese eigenwillige Wahl der Bezeichnungen hat sich allerdings nicht durchgesetzt.
Kurt Hickethier schreibt in seinem Lehrbuch der Biochemie über die Sonnerschau: Die Sonnerschau, die Antlitzdiagnostik ermöglicht es, den Mangel an lebenssalzen vom Gesicht abzulesen. Deshalb erlernt sie!
Lest es vom Gesicht ab, was Euch und Euren Lieben fehlt!
Bei der Biochemie kommt befruchtend der große Segen dazu, den sie den Menschen mit Hilfe der Antlitzdiagnose in der Krankheitsvorbeugung zu bringen vermag. Wieviele schwerwiegende Erkrankungen an krebs, Multiple Sklerose und alle anderen bösen oder harmlosen Leiden würden den Nichtsahnenden, zumal in ihren besten Lebensjahren, erspart bleiben, wenn sie sich zur Aufbesserung der Gesundheit ab und zu antlitzdiagnostisch beraten lassen könnten!
Wir sind anhand der Sonnerschau in der glücklichen Lage, die Gesundheit Schritt um Schritt zu heben und zu festigen, also die Lebenskraft ausreichend zu steigern: die Lebenskraft der einzelnen Organe und des gesamten Organismus.
Wo Gesundheit, wo Lebenskraft herrscht, schwindet jede Krasnkheit von selbst, braucht also nicht bekämpft zu werden. Das ist das geheimnis unserer außergewöhnlichen und dauerhaften Erfolge.
Sonnerschau (Antlitzdiagnostik) heißt jene Heilweise, die zugleich Krankheitserkennungslehre ist.(2) Therapie und Diagnose sind hier nicht gekoppelt, nicht eins aufs andere angewiesen. Therapie und Diagnose sind hier ein und dasselbe: eine Einheit. Diese Einheit geht auf die Ganzheit: auf die Lebenskraft. Eine unbeschränkte Lebenskraft bleibt leicht Herr der Lage. Auf die Hebung der Lebenskraft kommt es an. Das beweisen unsere Erfolge.(3)
In diesem Text sind Tendenzen zu spüren, die von einer umfassenden Wirkungsmöglichkeit der Antlitzdiagnose ausgehen, der Optimismus scheint überzogen. Es gibt immer wieder Störungen im betrieb des Körpers, die sich nicht allein aufgrund der Antlitzanalyse feststellen lassen. Das betrifft unter anderem die wirkung schwerer Medikamente, die das nach außen Treten des Erscheinungsbildes des körperlien Zustandes verhindern, zumindest jedoch schwer beeinträchtigen. Auch hat die moderne Kosmetik einen wesentlichen Anteil an der Verschiebung der Mangelzeichen beim Menschen zur Folge.
(1) Schüßler, Dr. Wilhelm Heinrich: Eine Abgekürzte Therapie, Oldenburg: Schulzesche Hof-Buchhandlung und hof-Druckerei, 1904, Seite 62: Es ist von verschiedenen Seiten behauptet worden, die Biochemie reiche für alle Fälle nicht aus. Den Betreffenden rufe ich zu: Studiren Sie mal gründlich die Antlitz-Diagnmostik
(2) An dieser Stelle ist es unbedingt notwendig, die Aussagen Kurt Hickethiers kritisch zu betrachten! Das Erkennen der Mängel im Antlitz des Menschen ist nicht unbedingt zugleich eine Erkennungsmöglichkeit von Krankheiten. Ein Mangel an einem oder mehreren Mineralstoffen muß nicht unbedingt zugleich auch sofort zu so gravierenden Störungen führen, so daß wir auch von Krankheiten sprechen könnten. Abgesehen davon bevorzuge ich für alle Störungen, die sich auf Mängel an Mineralstoffen zurückführen lassen, die Bezeichnung Betriebsstörung.
(3) Hickethier, Kurt: Lehrbuch der Biochemie, Kemmenau: Verlag Charlotte Depke, 1989, ohne Angabe der Auflage, Seite 63f
Im Laufe der Zeit nahmen immer mehr Menschen seine Hilfe in Anspruch und so entschloss er sich , auf Grund dieses regen Zustromes im Jahre 1926 aus dem Staatdienst als Polizeisekretär auszutreten. Im selben Jahr gründete er das "Schüsslerheim" in Ellrich, später das Kurhaus " Hickethier" auf Schloss Clettenberg, beide in Thüringen gelegen.
In diesen beiden Wirkungsstätten wurde auch die Biochemie und die Antlitzdiagnostik gelehrt. Auch die von ihm entwickelte Sehschulung , Behandlung mit Mineralbädern und Massagen, eine spezielle Nervenmassage, wurden dort angewandt.
Im Dezember des Jahres 1926 wurde Kurt Hickethier, für seine großartigen Forschungen auf dem Gebiete der Biochemie und der Antlitzdiagnostik, die Ehrendoktorwürde der Universität Pittsburgh/USA verliehen.
Seine großartigen Erfolge mit dieser Heilweise wurden nun aber bekämpft. Dieser Kampf machte Hickethier sehr zu schaffen. 1938 untersagte man ihm, aus "politischen Gründen" seinen Beruf auszuüben und beschlagnahmte auch seine beiden Kurhäuser. Ebenfalls wurden seine Bücher verboten und eingestampft. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sein Besitz endgültig durch die russische Besatzungsmacht enteignet , dadurch war Hickethier gezwungen, mit seinen engsten Mitarbeitern in den Westen zu flüchten.
Er ließ sich nicht entmutigen und fand im Gelbachtal / Westerwald, in der Bruchhäuser Mühle, eine neue Wirkungsstätte und nahm wieder den Kur- und Lehrbetrieb auf. Auch seine Bücher ließ er erneut auflegen. Hier war es ihm wieder möglich, allen suchenden Menschen zu helfen.
So schreibt er 1949 anläßlich des Erscheinens der zweiten Auflage des Buches: Lehrbuch der Biochemie, nachdem die erste Auflage 1924 erscheinen war: Zur zweiten Auflage
Ich hielt es für richtiger, meine weiteren ausführungen so zu halten, daß sie in einzelnen abgeschlossenen Büchern dem Leser zur hand sind. Die zuerst beabsichtigte Anordnung: hie Lehrbuch der Biochemie als elementarer erster band, hie universielles Lehrbuch der Biochemie zweiter band, ließ ich deshalb fallen. Dem Leser stehen hiermit neben vorliegendem buch zum tieferen eindringen zur Verfügung: Sonnerschau, Lehrbuch der Antlitzdiagnostik, Volle Sehkraft, Heilweisen alter und neuester Schule, Reiztherapie/Befriedigungsheilweise, Lebenssalzkunde, kleines Lehrbuch der Biochemie, Taschenbuch der <Biochemie.
Als Einführungsschrift steht noch das Heft zur verfügung: Woran erkennt man?
So gebe ich diese durchgesehene Auflage hinaus in der Erwartung, daß sie ihren beitrag leistet zur wiederaufrichtung der durch große Unheil schwer geschlagenen Gesundheit aller betroffenen Zeitgenossen.
Noch auf der Flucht in einem kleinen windigen Dachkämmerlein.
Riepholm, Ostern 1949. Kurt Hickethier(4)
In seiner 35-jährigen Praxis sah Kurt Hickethier tagtäglich die Richtigkeit seiner Lehre bestätigt. Von dort aus begann er auch, seine neue Wirkungsstätte in Kemmenau/Westerwald aufzubauen.
Leider konnte er die Fertigstellung seiner neuen Wirkungsstätte in Kemmenau nicht mehr erleben, da Kurt Hickethier am 2. Februar 1958 im Alter von 66 Jahren verstarb.
Was die Erlernbarkeit der Antlitzdiagnostik betrifft, lasse ich hier noch einmal Kurt Hickethier zu Wort kommen. Er schreibt in seinem Buch Sonnerschau anläßlich des Erscheinens der dritten Auflage 1950: Die Erlernbarkeit der Antlitzdiagnostik
Durch die hinter uns liegenden Ereignisse hat sich die Herausgabe der dritten auflage um mehr als ein jahrzehnt verzögert. So haben wir zu meinem Forschungsergebnis einen großen abstand gewonnen, der uns ein objektiveres Urteil ermöglicht. Die richtigkeit der antlitzdiagnostik und ihr unersetzlich hoher Wert in Krankheits- Heilung und -Verhütung stehen außer Zweifel. Die außergewöhnlichen Erfolge der sattelfesten Antlitzdiagnostiker haben die Meinung aufkommen lassen, diese Leistungen vermöchten nur gottbegnadete Heiler zu vollbringen.
Gegnerische Kreise, die sich im Leistungswettbewerb überrundet sehen, befleißigen sich, im Volke die Meinung zu schüren, als sei die Antlitzdiagnostik nur von besonders dafür Begabten zu erlernen. Dies ist jedoch nicht so.
Die Fähigkeiten zur Antlitzanalyse sind ebenso leicht zu erwerben wie die Kunst des Schreibens und Lesens. Jeder Mensch mit gesunden sinnen liest und schreibt Briefe. Wäre z.B. die Antlitzdiagnostik Fortbildungsschulfach, würden alle ebenso sicher Fertigkeiten erreichen, aus dem Angesichte die Mängel an Lebenssalzen zu lesen.(5)
(4)Hickethier, Kurt: Lehrbuch der Biochemie, Kemmenau: Verlag Charlotte Depke, 1989, ohne Angabe der Auflage, Seite 6 |
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