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BÜCHER
Textbeispiel
Nr. 3 Ferrum phosphoricum, FePO4´4H2O

empfohlene Potenzierung: D 12   

biochemischer Zusammenhang    
- bindet in den roten Blutköperchen den Sauerstoff, wodurch dieser bis zu den Zellen gelangen kann

- ist ein wichtiges Transportmittel im Körper
- für den Energiehaushalt von großer Bedeutung
- es ist das Mittel für das erste Stadium einer Krankheit

Reaktion       
Es kann anfänglich zu einer leichten Verstärkung der Krankheitszeichen kommen.

Anwendung  
vorbeugend: Muskelkater, Stärkung der Widerstandskraft,
fördert die Konzentrationsfähigkeit, Schmerzmittel allgemein, blutstillend
Wunden heilen rasch ohne Narbenbildung

Mangelzeichen, Zusatzfragen
Ermüden Sie sehr leicht, haben sie Konzentrationsschwierigkeiten, wie gut oder schlecht vertragen Sie die Sonne, haben Sie ein schwaches Immunfeld bzw. verkühlen Sie sich leicht, sind sie sehr leicht krank, fangen Sie alles gleich auf?

Mangelursache, Mangelverstärkung
Kaffee, schwarzer Tee und das Theobromin im Kakao verbrauchen im Körper sehr viel Eisen.

Antlitzanalyse:
“übernächtigt“
Der Ferrum phosphoricum Haushalt ist für den Organismus von außerordentlicher Bedeutung, er ermöglicht einen ausgeglichenen Sauerstoffhaushalt. Das Ferrum phosphoricum besorgt den Transport von Sauerstoff von den Lunge bis in die Zelle. Ferrum phosphoricum ist außerdem noch ein bedeutendes Transportmittel. Nun braucht aber der Organismus für die Aufnahme von Ferrum phosphoricum einen Ruhezustand. Es muß außerdem in der zweiwertigen Form vorliegen, daß es überhaupt resorbiert werden kann, was über den Darm erfolgt. Hat der Mensch zu wenig Ruhe, dann steht auch für den Organismus zu wenig Zeit zur Verfügung, genügend Ferrum phosphoricum in den Betrieb einzubauen. Wir haben auch ein Wort für diesen Zustand und sagen der Mensch ist
„übernächtigt“. Das heißt, er hat einfach zu wenig geschlafen, ganz gleich aus welchem Grund, obwohl der Besuch eines Lokals durch den Zigarettenrauch und die u.U. belastenden Getränke den Körper naturgemäß mehr belastet als wenn die Nachtzeit für Arbeit verwendet wurde.
In solchem übernächtigten Zustand erscheint die Augenpartie dunkel, wie mit einem schwarzen Schleier überzogen. Es ist kein Belag auf der Haut, sondern ein Hauch, der über der Haut liegt. Häufig wird diese Erscheinung als „Hohläugigkeit“ beschrieben, was aber den wirklichen Tatbestand nicht trifft. In Folge des Fehlbestandes an Ferrum phosphoricum in Körper muß der Organismus auf Notbetrieb umschalten und verbraucht für den nötigen Einsatz das Kalium phosphoricum, wobei in der Augenpartie Fettpolster aufgelöst werden. Diese sind u.a. die Speicher für das wertvolle Lecithin, das aber in Kombination mit dem eingelagerten Kalium phosphoricum im Notbetrieb verbraucht wird. Dadurch kommt die Kugel des Augapfels mehr zum Vorschein, was den Menschen irgendwie krank aussehen läßt. Auf Dauer wird er es auch, wenn der Ferrum phosphoricum Haushalt nicht über kurz oder lang ausgeglichen wird.
Wichtig: Auch hier ist es wie bei manchen anderen Mineralstoffen unbedingt nötig, den Eindruck aus einer gewissen Entfernung zu gewinnen. Betrachtet man dieses Phänomen aus einer zu geringen Entfernung löste sich auf, es ist kaum oder gar nicht mehr zu sehen. Das hängt damit zusammen, daß die Pigmente, jene Punkte, die den Eindruck des schwärzlichen Hauches erwecken, bei der zu geringen Entfernung für das Auge zu weit auseinanderrücken. Tatsächlich haben sich diese Punkte nicht auseinanderbewegt, sondern das Auge ist näher gekommen. Nimmt die Entfernung zu kann das Auge ab einem gewissen Abstand, die Punkte nicht mehr trennen und der Eindruck verdichtet sich, wodurch er gut erkennbar wird.
Eisenschatten

An der Nasenwurzel, auf der Fläche, die sich bis zum inneren Augenwinkel hinzieht, wird der Eisenmangel sichtbar. Auch hier ist es notwendig, vorerst einen gewissen Abstand einzuhalten.

Ich habe es auf vielen Seminaren erlebt, daß die Teilnehmer im Kreis sitzend, bestätigen konnten, daß sie den Eisenmangel sehen. Die allerdings bei einem Abstand von 2 bis 3 Metern. Als sie jedoch dann aufstanden und auf den zu betrachtenden Menschen zugingen, hat sich der Eindruck vom Eisenschatten immer mehr aufgelöst, bis fast nichts mehr sichtbar war!

Auf der steilen Fläche zum inneren Augenwinkel hin, sodaß man das Gesicht zur Seite drehen muß, um sie genau betrachten zu können, bildet sich der Eisenschatten ab. Er ist häufig annähernd ellipsenförmig und kann sich auch bis unter das beginnende Auge bei inneren Augenwinkel hinunterziehen. Es handelt sich herbei um eine bläulich-schwärzliche Farbe, wobei eigentlich das Schwarz überwiegt. Es ist aber ein ganz anderes Schwarz als beim Calcium fluoratum, wo es sich um ein bräunliches Schwarz handelte, das Schwarz kommt beim Mangel an Calcium fluoratum allein nur äußerst selten vor, hat aber dann immer noch den Eindruck vom Bräunlichen. Das Schwarz vom Ferrum phosphoricum ist von einer eindringlichen Schwärze. Es kann am besten mit dem dunklen Blau des Himmels in Verbindung gebrachte werden, bevor er in die schwärzliche Färbung übergeht.

Betrachtet man die Fläche des Eisenschattens aus der Nähe, so ist sie klar umrissen. Geht amn auf einige Distanz, kann man auch die umliegende Schwärze feststellen, die noch vorhanden ist, und die Fläche des Schattens vergrößert sich.

Einfurchung
Wenn der Mangel an Ferrum phosphoricum längere Zeit andauert, muß der Organismus die Speicher abbauen. Das wird im Falle des Ferrum phosphoricum dadurch sichtbar, daß die bläulich-schwärzliche Einfärbung nicht einer Fläche mit der umgebenden Haut liegt, sondern in einer Vertiefung, die genau die Fläche der Einfärbung ausmacht. Eine solche Einfurchung des Mangels muß unbedingt beachtet werden und verlangt die Einnahme über längere Zeit, wobei die Notwendigkeit der Entspannung und Ruhe nicht umgangen werden kann!
Achtung: Bei der Betrachtung der bläulich-schwärzlichen Einfärbung der Haut im Falle des Eisenmangels muß unbedingt darauf geachtet werden, daß eine darunterliegende Vene den Eindruck des Mangelzeichens entscheidend Verändern kann. Es ist dann unbedingt die zweite Seite zu betrachten. In diesem Zusammenhang möchte ich überhaupt darauf hinweisen, daß bei der Antlitzanalyse immer beide Seiten des Gesichtes betrachtet werden müssen. Sie können voneinander sehr stark abweichen. Es ist dann ein ungefähres Mittel der beiden Meldungen des Organismus zu nehmen, um ihm gerecht zu werden.

Ferrum Röte
Bei der abschließenden Gegenüberstellung der verschiedenen Möglichkeiten von Rot im Rahmen der Antlitzanalyse wird diese Farbe noch einmal besonders betrachtet.
Sie ist eine besonders intensive tiefe Röte, wie das gesunde Blut, wie es aus der Nase rinnt beim Nasenbluten oder aus einer Wunde austritt bei einer Verletzung. Es ist ein reines intensives Rot ohne jede Vermischung, Verdünnung oder Verdickung.
Tritt genau diese Röte im Antlitz des Menschen auf, ist sie immer mit einer Wärme begleitet, die von der Intensität der Färbung abhängt. Je intensiver die Röte ist, um so wärmer wird die entsprechende Stelle im Gesicht.
Hinweis: Soll die Wärme an einer Stelle des Körpers erfühlt werden, so werden weder die Fingerkuppen, noch die Handinnenfläche dazu benützt. Am sensibelsten ist der Handrücken im Bereich zwischen den vorletzten und letzten Fingergliedern. (Hierbei handelt es sich nicht um den Rücken der Mittelhand, sondern um den Rücken der Hand, der von jener Fläche gebildet wird, die hinter den äußersten Gliedern der Finger beginnt, wenn man von der Fingerkuppe in Richtung Knöchel nach innen geht, und bei den nächsten, den zweiten Gliedern der Finger endet.) Außerdem ist es notwendig diese Stelle des Handrückens einige Sekunden auf der zu befühlenden Stelle verweilen zu lassen. Sehr bald kann exakt festgestellt werden, ob die Temperatur erhöht ist.
Geht es bei Ferrum phosphoricum um die erhöhte Körpertemperatur so kann bei Calcium phosphoricum die kühle kalte Körperstelle z.B. an der Stirn erfühlt werden.

warme rote Ohren
Eine Stelle, an der sich sehr häufig sowohl die Ferrum Röte zeigt und die auch die dem Mangel entsprechende Wärme aufweist, das sind die Ohren.

Wenn die Kinder im Winter nach dem Herumtollen im frisch gefallenen Schnee in die warme Stube kommen, müßte man eigentlich meinen, daß der Körper abgekühlt ist. Das müßte eigentlich auch die Ohren betreffen. Aber wie erstaunt ist man, wenn diese befühlt werden, daß sie richtiggehend heiß sind und eine tiefe Röte aufweisen. Sie weisen im wahrsten Sinne eine glühende Röte auf.

Die warmen roten Ohren treten sehr häufig bei Schlafmangel auf; bei Menschen; die im Schichtbetrieb arbeiten, oder wie einleitend beschrieben, bei übernächtigten Menschen grundsätzlich.

Anmerkung: In diesem Zusammenhang möchte ich noch darauf hinweisen, daß Menschen, die einen Gehörsturz erleiden, einen überaus starken Mangel an Ferrum phosphoricum haben. Diesen konnte ich häufig beobachten, wenn Menschen mit diesem Leiden an mich wandten, wenn sie durch die Mineralstoffe nach Dr. Schüßler - Schüßler Salze - Schüßler Mineralstoffe ihr Leiden lindern wollten. Ferrum phosphoricum ist nämlich ein außerordentlich gut durchblutendes Mittel, was in diesem Fall besonders hilfreich ist.

Hinweis: Die Ohren können, wie auch andere Stellen im Antlitz des Menschen, ohne die normalerweise begleitende Röte erwärmt sein. Diese Wärme ist auf jeden Fall ein Hinweis auf das fehlende Ferrum phosphoricum, das auf jeden Fall ausreichend gegeben werden sollte.

Achtung: Schon vorausschauend auf den nächsten Mineralstoff, nämlich das Kalium chloratum, muß darauf hingewiesen werden, daß die bläulich-schwärzlich Einfärbung der Haut nicht mit dem milchig-bläulichen Belag verwechselt werden darf, der u.U. bei einem Mangel an Kalium chloratum sich über die Stelle hinzieht, an der auch der Ferrum phosphoricum angezeigt wird.

entzündete Hautstellen
Sehr häufig sind unreine Hautstellen, Mitesser oder Pickel von einem roten Hof umgeben. Diese Stellen zeigen an, daß der Ferrum phosphoricum Haushalt im Körper belastet ist, denn der Organismus hat offensichtlich Probleme, sich mit den an diesen Stellen, wo das Immunfeld der Haut geschwächt ist, eindringenden Krankheitserreger bzw. Verschmutzungen ausreichend und zufriedenstellend auseinanderzusetzen. Es haben nämlich nicht alle Menschen an den belasteten Hautstellen diese Röte.
Dauert die Auseinandersetzung des Organismus mit den eindringenden Problemstoffen zu lange und hat er zusätzlich Schwierigkeiten mit dem Abtransport der dabei anfallenden Schlacken, dann wechselt die tiefrote Farbe, welche den Ferrum phosphoricum Mangel anzeigt in eine bläuliche Röte über, die dann den Mangel an Natrium sulfuricum meldet. Doch mehr darüber an dem betreffenden Mineralstoff.
Bei einem Mangel an Ferrum phosphoricum  hat der Mensch grundsätzlich Probleme mit dem Immunfeld und es werden sich an belasteten Stellen fast immer Entzündungen bilden, die im ersten Stadium von der schon ausreichend beschriebenen Ferrum Röte begleitet sind.
Gerade aber bei diesem Beispiel eines Mangelzeichens von Ferrum phosphoricum ist es unerläßlich, darauf hinzuweisen, daß die moderne Kosmetik solche „Meldungen“ des Organismus unterdrückt, sodaß sie häufig an anderen Stellen des Körpers gesucht werden müssen, wie z.B. am Haaransatz im Nacken. Sehr verbreitet sind Hautverunreinigungen auch am Rücken.
Grundsätzlich muß bei intensiv betriebener Kosmetik davon ausgegangen werden, daß der Organismus erst längere Zeit nach Beendigung der Hauttorturen, die durch eine solche Kosmetik erfolgen, in der Lage ist, Mangelzeichen auf natürlichem Wege über das Antlitz wieder zu melden.




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