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Juni
Im Sommer gibt es sehr viele Möglichkeiten zur Ausübung von Sport. Dabei sollte immer auf die Grenzen des Körpers geachtet werden. Übertreibungen schaden meistens. Vernünftig betriebener Sport erhält den Körper gesund und regt die geistige Frische an. Leistungsfähig kann man sich dann wieder den Anforderungen in Beruf und Alltag stellen.
Bindehautentzündung
Eine durch Zugluft enstandene Bindehautentzündung kann durch folgende Mischung behandelt werden, die so oft wie nötig eingenommen wird:
| Ferrum phosphoricum Nr. 3 |
Entzündung |
20 Stück |
| Kalium chloratum Nr. 4 |
weiche Schwellung |
10 Stück |
| Natrium chloratum Nr. 8 |
Tränenflüssigkeit |
20 Stück |
| Silicea Nr. 11 |
Bindehaut |
20 Stück |
Sonnenschutz und Sonnenunverträglichkeit
Ein besonders starker Reiz sind die Sonnenstrahlen für den Organismus. Bei einem Sonnenbad muss der Organismus ebenso viel leisten wie beim Holzhacken. Die Wäre ist zu regulieren und die Oberhaut zu verstärken, indem ein stärkerer Filter aufgebaut wird. Das wird gemeinhin als Bräunung verstanden. Der Stoffwechsel wird in der Sonne enorm beschleunigt, das Herz schlägt schneller und eventuell steigt sogar die Körpertemperatur.
Für alle diese Vorgänge benötigt der Organismus sehr viele Mineralstoffe. Hauptsächlich wird während der akuten Belastung viel Nr. 3 Ferrum phosphoricum für die anfallenden Transporte und die Sauerstoffversorgung verbraucht. Hat jemand einen größeren Mangel an diesem Mineralstoff, kann der Körper den Ausgleich nicht mehr leisten. Die direkte Sonneneinstrahlung wird gemieden. Der Betroffene behauptet: "Ich vertrage die Sonne nicht mehr."
Um die Sonne wieder vertragen zu können, müssten über mehrere Monate, ja vielleicht sogar Jahre, mindestens 7 bis 10 Tabletten Ferrum phosphoricum täglich eingenommen werden.
Wer sich gut auf den Sommerurlaub vorbereiten will, muss eigentlich schon im Herbst damit beginnen. Im Frühjahr ist es dann schon allerhöchste Zeit. Dann sollten 10 bis 20 Tabletten Ferrum phosphoricum pro Tag eingenommen werden.
Vorbereitung auf intensive Sonnenbestrahlung
Bei der langfristigen Vorsorge sind mehrere Bereiche zu beachten:
- Leicht säuerlicher oder unangenehm riechender Schweiß weist auf eine Verschlackung des Unterhautgewebes hin. Durch entsprechende Maßnahmen wie Reinigungstee, aktives Schwitzen (körperliche Anstrengung), passives Schwitzen (Sauna) sowie die Einnahme von Nr. 9 Natrium phosphoricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum, kann dem entgegengewirkt werden.
- Manche Menschen können nicht gut schwitzen. Sie sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Nr. 8 Natrium chloratum achten.
- Ist die Hautoberfläche gegen Reize sehr empfindlich, muss die äußerste Hauschicht aufgebaut werden. Das ist durch die Einnahme von Nr. 1 Calcium fluoratum (Bildung der Epithelzellen) und Nr. 6 Kalium sulfuricum (Bildung der Oberhaut, Pigmentierung) möglich.
- Bei vermehrter Sonneneinstrahlung werden alle Körperfunktionen angekurbelt. Durch die beschleunigten Stoffwechselvorgänge fallen im Gewebe vermehrt Eiweißstoffe an, die durch Nr. 2 Calcium phosphoricum gesteuert werden. Bei einem Mangel an diesem Mineralstoff treten bei Belastungen allergische Reaktionen auf.
- Damit die beschleunigten Stoffwechselvorgänge problemlos ablaufen können, benötigt der Organismus sehr viel Nr. 3 Ferrum phosphoricum. Steht das nicht zur Verfügung, muss die Körpertemperatur erhöht werden. Der Körper sperrt sich dann häufig gegen die Sonne. Eine verstärkte Einnahme von Ferrum phosphoricum kann das verhindern.
Mittelfristig ist vor allem das langsame Gewöhnen der Haut an die Sonne wichtig. Der Aufenthalt an der Sonne wird dabei langsam, nach den eigenen Gegebenheiten gesteigert. Dabei lernst der Organismus, die notwendigen Vorträge richtig zu steuern:
- Der Temperaturausgleich erfolgt durch das Schwitzen.
- Eventuell vorhandene Schlacken unter der Hautoberfläche werden nicht so stark aktiviert, dass sie den Stoffwechsel vor unlösbare Aufgaben stellen. Ein Zeichen mangelnder Gewöhnung an die Sonne sind heftig juckende Pusteln und eine Rötung der Haut.
- Die Pigmentierung der Haut erfolgt langsam.
- Der Organismus wird nicht mit der Regeneration der Hautzellen und ihrer Versorgung überfordert. Er braucht keine Hautzellen aufzugeben, die dann absterben (wie beim Schälen der Haut nach einem Sonnenbrand).
- Das gesamte Stoffwechselgeschehen und die damit verbundenen extremen Transportanforderungen werden an die überaus starke Reizeinwirkung durch die Sonnenstrahlen gewöhnt, sodass sie bei entsprechenden Anforderungen in relativ kurzer Zeit zur Verfügung stehen.
Hinweis: Ohne längerfristige Vorsorge sollte sich niemand einer intensiven Einwirkung durch die Sonne aussetzen.
Ohne entsprechende Vorsogr wird der Organismus durch die Sonne vor fast unlösbare Probleme gestellt. Es entstehen dann meistens Hypotheken, die später eingelöst werden müssen. Das sidn meist im Stoffwechsel verbleibende Rückstände, die unter Umständen explosionsartig ausgeschieden werden (Durchfall, Brechdurchfall, Sommergrippe), und bleibende Hautschäden (Narben).
Wirksamer Sonnenschutz
Nicht nur im Sommer ist an einen wirksamen Sonnenschutz zu denken. Besonders während des Winterurlaubs im Hochgebirge ist die Belastung durch die UV-Strahlen zu berücksichtigen. Die Haut kann durch eine spezielle Mischung der Mineralstoffe als Cremegel geschützt werden.
Dazu ist zu beachten:
- Bei vermehrter Sonneneinstrahlung sonder die Haut Talg ab, wodurch sich das Auftragen von Fetten erübrigt.
- In einem Gel oder Cremegel sollten zur Stärkung und Unterstützung für die Haut folgende Mineralstoffe nach Schüßler enthalten sein:
| Mineralstoff |
Wirkung |
| Calcium fluoratum - Nr. 1 |
stärkt die Epithelzellen, damit sie der geforderten Leistung ihrer Elastizität (Ausdehnung bei Wärme) gewachsen sind. |
| Ferrum phosphoricum - Nr. 3 |
unterstütz den erhöhten Stoffwechsel und die damit verbundenen Anforderungen im Transport |
| Kalium sulfuricum - Nr. 6 |
unterstützt die Oberhaut sowie die Pigmentierung der Haut |
| Natrium chloratum - Nr. 8 |
fördert die Flüssigkeitsversorgung |
| Calcium phosphoricum - Nr. 2 |
(eventuell) zuständig für den vermehrten Eiweißstoffwechsel |
| Natrium sulfuricum - Nr. 10 |
(eventuell) fördert die Ausscheidung der vermehrt anfallenden Schlacken |
Die Gele oder Cremegele bestehen zu 80 bis 90 % aus Wasser, wodurch die Versorgung der Haut mit Flüssigkeit zusätzlich unterstützt wird. Außerdem gibt die Flüssigkeit die in ihr gelösten Mineralstoffe sofort frei, die dann der Haut umgehend zur Verfügung stehen.
Hinweis: Die angeführten biochemischen Gele oder Cremegele bieten keinen Schutz vor UV-Strahlen.
Der Schutz vor der Sonne ist vor allem im Hochgebirge von großer Bedeutung, da dort die UV-Belastung besonders stark ist, weil die Strahlen durch den Schnee zusätzlich reflektiert werden. Sehr häufig treten Verbrennungen im Gesicht auf.
Dieses Thema hat eine große Brisanz, da immer wieder von den Folgen zu starker Sonneneinstrahlung gewarnt wird, auch im Zusammenhang mit der Zunahme des Ozonloches. Das UV-Licht besteht aus verschiedenen Arten von Strahlen:
- UV-A-Strahlen: Sie machen fast 90 % des ulravioletten Lichtes aus. Sie dringen sehr tief in die Haut ein und regen die Pigmentierung an, die als Schutzmaßnahme die Haut braun werden lässt. Allerings führt eine zu starke Belastung zu einer vorzeitigen Hautalterung.
- UV-B-Strahlen: Ungefähr 10 % des ultravioletten Lichtes sind diesen Strahlen zuzuordnen. Sie dringen nicht in tiefere Hautschichten ein, sind aber für den Sonnenbrand und damit für Zellschädigungen verantwortlich. Auch wenn die Haut über eine gewisse Regenerationsfähigkeit verfügt, bleiben von jedem Sonnenbrand Schäden zurück, die durch eine neuerliche "Überdosis" Sonne verstärkt werden.
- UV-C-Strahlen: Diese sind besonders aggresiv, gelangen aber meistens nicht bis zur Erdoberfläche, weil sie von der Ozonschicht gefiltert werden.
Die vor dem UV-Licht wirksam schützenden Schonnenschutzpräparate sind Mittel, die entweder durch Reflexion (Rückstrahlung) oder Absorption (Aufnahme) der Strahlung die Haut vor der schädigenden Einwirkung intensiver Sonnenbestrahlung schützen. Sie enthalten entweder absorbierende Lichtschutzstoffe, so genannte UV-Absorber, die energiereiches Licht (ultraviolettes Licht) ganz oder teilweise absorbieren und in unschädiche Wärme umwandeln. Oder sie enthalten reflektierende anorganische Substanzen wie Zinkoxid, Eisenoxid, Titanoxid oder Calciumcarbonat. Diese reflektierenden Substanzen, welche vor dem UV-Licht schützen, werden in speziellen Verfahren feinst vermahlen und den Grundlagen der Sonnenschutzmittel (Fett, Wasser, Pflegesubstanzen udn Feuchtigkeitsspender) zugefügt. Beim Auftragen gelangen die winzigen Mineralkörnchen auf die Hautoberfläche und bilden dort den begehrten Schutzschild.
Die absorbierenden Lichtschutzstoffe sollten möglichst die UV-B-Strahlen herausfiltern und die bräunenden anderen Strahlen so weit als verträglich in die Haut eindringen lassen. Es gibt jedoch chemische Substanzen, die einen UV-A-Filter darstellen, sowie Breitbandfilter, die das UV-Licht insgesamt auf eine erträgliche Intensität reduzieren. Durch ihre Beschaffenheit sind sie ungefähr 20 Minuten nach dem Auftragen in der Lage, das auf der Haut auftreffende UV-Licht zu absorbieren. Damit dringt es in die tieferen Schichten der Haut nicht mehr ein.
Hinweis: Der Organismus von Kleinkindern bis zu etwa drei Jahren kann die Substanzen der chemischen Sonnenschutzfilter nicht metabolisieren (abbauen) und ausscheiden. Daher ist es wichtig, Sonnenschutzpräparate mit reflektierenden, anorganischen Substanzen zu verwenden! Um dabei sicher zu gehen, ist es notwendig, die Hinweise der Hersteller zu beachten oder sich fachkundig beraten zu lassen.
Die Wirksamkeit der Sonnenschutzpräparate wird durch den Lichtschutzfaktor angegeben udn hängt von der Art und Konzentration der enthaltenen Schutzstoffe, der Dicke des aufgetragenen Sonnenschutzes und vor allem vom Hauttyp ab. Dazu eine Übersicht über den Zusammenhang zwischen Hauttyp und den Reaktionen auf Sonnenlicht:
| Hauttyp |
Haarfarbe |
Augenfarbe |
Haut |
Sonnenbrand |
Bräunung |
| I |
Blond oder Rötlich |
Blau bis Grün |
hell |
immer |
keine |
| II |
Blond bis Hellbraun |
Blau, Grau, Braungrün |
hell |
häufig |
gering |
| III |
Braun |
Braun |
hellbraun |
gelegentlich |
deutlich |
| IV |
Dunkelbraun |
Braun |
braun |
nie |
stark |
Auf jedem Sonnenschutzprodukt ist ein Lichtschutzfaktor (LSF) angegeben. Diese Zahl ist ein Multiplikator, mit dem sich errechnen lässt, wie lange man nach dem Auftragen des Präparates in der Sonne bleiben darf, ohne dass die Haut geschädigt wird. Das ist für die einzelnen Hauttypen verschieden. Wer blonde bis hellbraune Haare und blaue, graue oder braune Augen hat, darf ungeschützt höchstens 10 Minuten in der Sonne sein, ohne Hautschäden zu riskieren.
Schützt jemand dieses Hauttyps seine Haut mit Sonnenmilch LSF 8, kann er achtmal so lange ungeschützt in der Sonne bleiben (also 80 Minuten). Nachremen verländert die Zeit nicht, die Haut ist dann in Ihrer Regenerationsfähigkeit erschöpft.
Über ein Gel oder Cremegel mit den Mineralstoffen nach Schüßler, das keinen Schutz vor UV-Strahlen bietet, kann, wenn es in die Haut eingezogen ist, ein entsprechendes Sonnenschutzmittel aufgetragen werden.
Wenn jemand mit Hilfe der Mineralstoffe nach Schüßler seine Haut langfristig gestärkt hat, darf er zu Recht erwarten, dass er die Sonne wesentlich länger verträgt. Die Haut ist dann viel robuster und widerstandsfähiger.
Hautpflege nach Sonneneinstrahlung
Da die Haut während der intensiven Sonneneinstrahlung nicht die notwendigen Instandhaltungs- und Regenerationsarbeiten leisten kann, kommt der Pflege der Haut nach der Sonneneinwirkung besondere Bedeutung zu! Dabei werden zwei Stufen unterschieden:
Kurzfristig muss die Haut bei Reaktionen, wie Rötung, starke Erwärmung oder gar Sonnenbrand, durch ein Gel oder Cremegel mit folgenden Mineralstoffen versorgt werden:
| Mineralstoff |
Wirkung |
| Calcium fluoratum - Nr. 1 |
verstärkt die Hornhaut der Haut (Epithelzellen), förder den Bräunungsvorgang |
| Ferrum phosphoricum - Nr. 3 |
unterstützt den Organismus bei seinen vielfältigen Transportaufgaben |
| Kalium sulfuricum - Nr. 6 |
ermöglicht den Bräunungsvorgang durch die Einlagerung von Melaninen in der obersten Hautschicht und der Einfärbung der
obersten Hornhautschicht |
| Natrium chloratum - Nr. 8 |
unterstützt die Zellen bei der Aufrechterhaltung des belasteten Flüssigkeitshaushaltes |
Für die längerfristige Versorgung und Pflege der Haut müssen noch weitere Mineralstoffe zur Verfügung gestellt werden. Das dabei verwendete Gel oder Cremegel sollte folgende Mineralstoffe nach Schüßler enthalten:
| Mineralstoff |
Wirkung |
| Calcium fluoratum - Nr. 1 |
erhält die Elastizität und Geschmeidigkeit des Bindegewebes |
| Calcium phosphoricum - Nr. 2 |
unterstützt den Eiweißstoffwechsel |
| Ferrum phosphoricum - Nr. 3 |
unterstützt alle notwendigen Transporte, sorgt für eine ausreichende Oxidation in den Zellen |
| Kalium phosphoricum - Nr. 5 |
stellt die notwendige Energie für die Wiederherstellung der Haut bereit |
| Kalium sulfuricum - Nr. 6 |
versorgt die Oberhaut, sorgt für eine ausreichende Pigmentierung, der Haut |
| Natrium chloratum - Nr.8 |
versorgt die Zellen mit Flüssigkeit, wird benötigt für die Schweißbildung |
| Silicea - Nr. 11 |
unterstützt das Bindegewebe, beugt einer schnellen Hautalterung vor |
Das Gel oder Cremegel wird mehrmals nach der Sonneneinwirkung aufgetragen, bis die Haut gesättigt ist und das aufgetragene Mittel nicht mehr so schnell einzieht. Bei der Pflege der Haut kommt es nicht so sehr auf Fettstoffe, sondern mehr auf die Feuchtigkeit an. Das wird durch den hohen Anteil an Wasser im Gel oder Cremegel berücksichtigt.
Verletzungen
Blaue Flecken und Blutergüsse
Eine Mischung aus Nr. 3 Ferrum phosphoricum und Nr. 11 Silicea als Cremegel mehrmals täglich auftragen und je 20 Stück pro Tag einnehmen. Bei Blutergüssen die aufgelösten Mineralstoffe zunächst als Brei, später als Cremegel verwenden.
Abschürfungen
Bei Verletzungen hat die Reinigung der Wunde besondere Bedeutung. Die erste Sorge gilt der Entfernung eventuell vorhandener Fremdkörper. Nach neuesten Erkenntnissen sollten so wenig Desinfektionsmittel wie möglich verwendet werden. Für die Reinigung der Wunde genügt es unter Umständen, wenn sie stark blutet. Ansonsten sollte für die Reinigung Wasser genommen werden. Die Heilung schreitet in einem gereinigten feuchten Milieu am besten voran. Trockene Verkrustungen reißen immer wieder auf und begünstigen eine Narbenbildung. Es sollte deshalb kein Puder aufgetragen werden, da es der Wunde Feuchtigkeit entzieht. Die Mineralstoffe werden daher als Brei aufgetragen und mit einer Frichhaltefolie abgedeckt.
Im weiteren Verlauf der Heilung ist darauf zu achten, dass die Wunde feucht und damit elastisch gehalten wird. Die Verwendung von Salben ohne Wasseranteil ist daher nicht sinnvoll. Ideal ist ein Mineralstoffgel wegen des hohe Flüssigkeitsanteils. Auch Creme ist empfehlenswert.
Offene Wunden
Bei offenen Verletzungen, die nicht genäht werden müssen, hat Ferrum phosphoricum eine besondere Bedeutung. Es sollten nicht nur Mineralstoffpastillen eingenommen, sondern auch als Brei aufgelöst auf die Wunde aufgetragen werden. Der Milchzucker wirkt leicht antiseptisch, reinigend und verschließt die Wunde. Der Mineralstoff hat eine schmerzstillende und blutstillende Wirkung und schafft eine fast narbenfreie Verbindung der Wundränder.
Vor allem bei Schürfwunden hat sich das Auflegen von aufgelösten Mineralstoffen bewährt. Um zu vermeiden, dass durch die entweichende Flüssigkeit der Brei hart wird, kann der verletzte Bereich mit Verbandmull und anschließend einer Frichhaltefolie abgedeckt werden.
Hinweis: Für die schnelle Hilfe bei solchen Wunden sollte das Wasser zum Herstellen des Mineralstoffbreies entweder abgekocht werden oder destilliert zu Hause vorrätig sein.
Erste Hilfe bei Schmerzen
Durch Verletzungen gerät an den betroffenen Körperstellen das Energiefeld in Unordnung. Akute Schmerzen treten auf. Außerdem war die Auseinandersetzung mit der Welt zu intensiv. Das wird durch eine rasche Gabe von Ferrum phosphoricum erstaunlich schnell ausgeglichen. Die verloren gegangene Energie wird rasch wieder aufgefüllt
Vor allem Kinder vergessen Schmerzen sehr schnell und auch die Ursache, wenn sie durch eine angemessene Gabe von Ferrum phosphoricum Hilfe erfahren. Es können durchaus bis zu 30, 40 oder 50 Pastillen, die in rascher Abfolge einzeln zu lutschen sind, verabreicht werden.
Blutarmut
Häufig heißt es bei Menschen, die sehr blass sind, ja oft sogar richtig wächsern aussehen, dass sie unter großem Eisenmangel litten. Das ist aber nur in Ausnahmefällen richtig. Tatsächlich haben diese Menschen - und das trifft sehr häufig auf Kinder zu - einen großen Bedarf an Nr. 2 Calcium phosphoricum, ungefähr 20 Stück am Tag. Dieser Mineralstoff ist nämlich für den Eiweißhaushalt im Körper zuständig.
Da das Blut und vor allem die roten und weißen Blutkörperchen sehr viele Eiweißverbindungen enthalten, ist dieser Mineralstoff wichtig für die Blutbildung. Außerdem ist er auch an der Blutgerinnung beteiligt.
Bei blassen Personen muss auch daran gedacht werden, dass die Durchblutung der Körperoberfläche unter Umständen durch eine zu hohe Muskelanspannung behindert ist. Das Blut kann nicht mehr ungehindert durch die feinen Äderchen bis in die letzten Verästelungen an der Hautoberfläche fließen. Dadurch entsteht eine Blutleere, die aber nicht durch Blutarmut verursacht wird. Sie zeigt sich in einer fahlen Gesichtsfarbe, schlecht durchbluteten Extremitäten, weißen und kalten Fingerspitzen, Zehen und Nasenspitze. Auch hier hilft Calcium phosphoricum eher als Ferrum phosphoricum.
Prüfungsangst
Immer mehr Schüler haben große Angst, etwas falsch zu machen. Diese Angst setzt sich im Erwachsenenleben häufig fort. Es entsteht dabei eine unterschwellige Spannung, die sehr viel Nr. 7 Magnesium phosphoricum verbraucht.
Kakao enthält viel von diesem Mineralstoff, aber in einer Form, die nicht so leicht in das Innere der Zelle vordringen kann. Wird Schokolade gegessen, entsteht ein noch größeres Ungleichgewicht zwischen der Konzentration innerhalb und außerhalb der Zelle. Ein Teufelskreis beginnt. Je mehr Schokolade gegessen wird, um so größer wird das Verlangen, das in einer richtiggehenden Sucht enden kann. Durch die Einnahme von Magnesium phosphoricum nach Schüßler verliert sich dieses Verlangen sehr rasch. Am schnellsten geht das als "heiße 7".
Erhöhte Anforderungen in der Schule
Wenn das Schuljahr in den Sommer hinein mündet, beginnt bei manchen Schülern das letzte Rennen. Dann ist es oft hilfreich, eine einfache und unschädliche, den Körper unterstützende Hilfe zur Verfügung zu haben. Es ist eine spezielle Zusammenstellung von Mineralstoffen, die man ohne weiteres als Lernmischung bezeichnen darf. Nicht nur Eltern gestresster Kinder, auch Studenten bestätigen immer wieder die rasche Hilfe, die sie durch diese Mischung erfahren haben. Die Lernmischung hilft selbstverständlich das ganze Jahr. Sie kann einmal oder auch mehrmals am Tag eingenommen werden.
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
| Ferrum phosphoricum - Nr. 3 |
versorgt das Gehirn mit genügend Sauerstoff |
10 |
| Kalium phosphoricum - Nr. 5 |
gibt die nötige Energie und bindet das für das Gehirn so wichtige Lecithin ("Gehirnschmalz") |
10 |
| Kalium sulfuricum - Nr. 6 |
sorgt dafür, dass der Sauerstoff in die Gehirnzellen eindringen kann |
10 |
| Natrium chloratum - Nr.8 |
ist für die Erneuerung der Gehirnsäfte zuständig |
10 |
Durchfall, Erbrechen und Verstopfung bei Kindern
Da Kindern viel sensibler sind als Erwachsene, reagieren sie schneller und heftiger auf Veränderungen des Tagesablaufes, der Kost und des Klimas.
Bei Durchfall und Verstopfung bei Kindern im Sommer liegt ein starker Mangel an Nr. 3 Ferrum phosphoricum vor. Alle 10 Minuten sollten Sie 1 Tablette im Mund zergehen lassen.
Kinder reagieren auf eine nicht zuträgliche Ernährung spontan und erbrechen. Zur Beruhigung der Magenkrämpfe ist es am besten, Nr. 7 Magnesium phosphoricum als "heiße Sieben" und Nr. 3 Ferrum phosphoricum viertelstündlich zu verabreichen.
Juli
Probleme beim Reisen
Reise- und Seekrankheit
Für Erwachsene und Kinder, die unter Übelkeit beim Autofahren leiden, empfiehlt es sich, folgende Mineralstoffmischung schon einige Tage vor Reiseantritt einzunehmen. Die Mischung hilft auch bei Problemen beim Zugfahren, auf Schiffs- oder Flugreisen.
Hinweis: Zur Vorbeugung von Infektionen während des Aufenthaltes in südlichen Ländern die Wasserqualität beachten!
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
| Calcium fluoratum Nr. 1 |
Flexibilität |
10 |
| Calcium phosphoricum Nr. 2 |
Beruhigung der angespannten Muskeln |
10 |
| Kalium chloratum Nr. 4 |
Beruhigung der Drüsen |
10 |
| Kalium phosphoricum Nr. 5 |
Mut |
20 |
| Magnesium phosphoricum Nr. 7 |
Beruhigung der Nerven |
"heiße 7" |
| Natrium phosphoricum Nr. 9 |
Säureneutralisierung |
20 |
Erbrechen
Bei ungewohnten Speisen kann es schnell zu verdorbenem Magen, Übelkeit und Völlegefühl kommen. Können sie Mineralstoffe wegen der Übelkeit nicht eingenommen werden, sollten sie aufgelöst und in winzigen Schlückchen in den Mund genommen werden. Bei einem Widerwillen gegen das Schlucken kann die Flüssigkeit auch wieder ausgespuckt werden, da die Mineralstoffe über die Mundschleimhaut und nicht über den Verdauungstrakt aufgenommen werden.
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
| Ferrum phosphoricum Nr. 3 |
stärkt die Verdauungsorgane |
10 |
| Kalium phosphoricum Nr. 5 |
gibt Energie zur Verdauung |
10 |
| Kalium sulfuricum Nr. 6 |
unterstützt die Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse |
10 |
| Natrium phosphoricum Nr. 9 |
neutralisiert Säuren |
20 |
| Natrium sulfuricum Nr. 10 |
unterstützt die Leber |
20 |
Verstopfung
Die veränderten Lebensumstände im Urlaub sind eine häufige Ursache für Verstopfung.
Wenn die Verstopfung von stinkenden Winden begleitet wird, ist zusätzlich Nr. 10 Natrium sulfuricum erforderlich (10 Stück).
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
Ferrum phosphoricum Nr. 3
|
fördert die durchblutung der Darmwände |
10 |
| Magnesium phosphoricum Nr. 7 |
unterstützt die Darmperistaltik |
"heiße 7" |
| Natrium chloratum Nr. 8 |
reguliert den Flüssigkeitshaushalt |
20 |
Lange Autofahrten
Für Menschen mit Übersäuerung stellt das Autofahren unter Umständen ein größeres Problem dar. Bereits nach kurzer Zeit werden die Augenlider schwerer, und die Augen wollen zufallen. Der Organismus muss bei Autofahrten das körpereigene Energiefeld unter der großen Belastung der metallenen Umhüllung des Autos aufbauen. Diese Anstrengung verursacht durch die Vermehrung der Säure die plötzliche Müdigkeit, die vor allem säurebelastete und mit einer großen energetischen Sensibilität ausgestattete Menschen betrifft. Natrium-phosphoricum-Pastillen stellen dann eine wertvolle Hilfe dar. Die Pastillen sollten von Beginn der Fahrt an genommen werden.
Bei längeren Reisen ist folgende Kombination angebracht. Die Mischung kann so oft wie notwendig eingenommen werden:
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
Ferrum phosphoricum - Nr. 3
|
Sauerstoffversorgung, Stoffwechsel |
10 |
| Kalium phosphoricum - Nr. 5 |
Energie, Konzentration |
10 |
| Kalim sulfuricum - Nr. 6 |
Sauerstoffversorgung |
10 |
| Natrium chloratum - Nr. 8 |
FSäfteerneuerung, Reinigung |
10 |
| Natrium phosphoricum - Nr. 9 |
Neutralisation der Säure |
20-30 |
Fehlendes Durstgefühl und Austrocknung
Immer mehr Menschen trinken zu wenig, sodass die Mediziner vor einer inneren Austrocknung warnen. Darunter leiden vor allem die Gewebe, die auf einen intakten Flüssigkeitshaushalt stark angewiesen sind, wie die Schleimhäute, Sehnen, Bänder und das Knorpelgewebe. Krankheiten dieser Gewebe nehmen rapide zu. Warum aber haben manche Menschen keinen Durst?
Grundsätzlich sollte niemand mehr trinken, als es der Durst, das natürliche Zeichen für Flüssigkeitsmangel, anzeigt. Eine absolute Regel wie das Trinken von täglich 2 bis 3 Liter lässt sich schon deshalb nicht aufstellen, weil ein Mensch mit 50 Kilogramm sicher einen anderen Flüssigkeitsbedarf hat als jemand von 100 Kilogramm. Vor allem kommt es darauf an, was der Mensch trinkt.
Der menschliche Organismus braucht fpr die Regulierung und Steuerung des Flüssigkeitshaushaltes Nr. 8 Natrium chloratum. Durch die starke Belastung des Körpers mit Gift- und Belastungsstoffen ist der Vorrat an diesem Mineralstoff sehr erschöpft. Viele Getränke sind so konzentriet, dass der Organismus sie verdünnen muss. Außerdem enthalten die meisten Getränke wie Limonaden, Bier, Wein, Tee oder Kaffee viele Genuss- und Reizstoffe, die der Organismus in Deponien ablagert. Der Organismus verzichtet dann auf die Zufuhr weiterer Flüssigkeit.
Alle bekannten naturheilkundlich orientierten Menschen haben das Trinken von reinem Wasser, also Leitungswasser mit Trinkwasserqualität, empfohlen. Am besten ist Quellwasser. Ist der Mangel an Natrium chloratum aber besonders groß, besteht auch eine Abneigung gegen das Trinken von Wasser.
Hinweis: Die üblichen Getränke stellen in der Regel eine Belastung für den Organismus dar. Nur mit reinem Wasser kann er die Belastungsstoffe verdünnen und ausscheiden.
Auch für die Flüssigkeitsausscheidung benötigt der Organismus Natrium chloratum. Deshalb ist im Harn eine starke Konzentration diese Mineralstoffes festzustellen. Bei einem größeren Mangel an diesem Mineralstoff nimmt daher die Harnmenge ab. Erst nach längerer konsequenter Einnahme von 7 bis 10 Pastillen dieses Mineralstoffes täglich stellt sich wieder ein natürliches Durstgefühl ein, ebenso eine zufrieden stellende Harnausscheidung.
Flüssigkeitsräuber Kaffee
Ein sehr starker Flüssigkeitsräuber ist Kaffee. Der Organismus braucht für die getrunkene Menge Kaffee mindestens noch einmal die gleiche Menge an Wasser, um ihn abbauen zu können. Deshalb wird in einem guten Café immer ein Glas Wasser zum Kaffee serviert.
Ständiger Durst
Auch durch den viel zu hohen Salzkosum kann der Flüssigkeitshaushalt entgleiten. Wir salzen uns regelrecht krank! Salz befindet sich in fast allen Lebensmitteln und in Mengen, wie sie dem Körper nicht zuträglich sind. Das Salz, das in einer Scheibe Wurst enthalten ist, würde für den Bedarf eines erwachsenen Menschen den ganzen Tag ausreichen.
Gesalzene Speisen bewirken einen starken Durst. Mit Wasser wird die zu hohe Salzkonzentration verdünnt und das Salzverhältnis innerhalb und außerhalb der Zellen normalisiert. Entgleist jedoch der Salzhaushalt, entsteht Salzhunger. Eine regelmäßige Einnahme von 7 bis 10 Pastillen Nr. 8 Natrium chloratum kann Abhilfe schaffen.
Bei unstillbaren Durst, der sehr leicht in ein unstillbares Bedürfnis nach Alkohol übergehen kann, sollten täglich mindestens 10 bis 20 Stück Pastillen Natrium chloratum eingenommen werden.
Schlechter Schlaf: die Hitze setzt zu
Ein Mangel an Nr. 8 Natrium chloratum kann daran schuld sein, dass Menschen die Wäre nicht vertragen. Natrium chloratum ist nämlich für die Wäremregulierung zuständig. Die Einnahme von 10 bis 20 Pastillen Natrium chloratum und das regelmäßige Trinken von Leitungswasser oder stillem Mineralwasser kann hier Abhilfe schaffen.
Ist im Schlafraum zu wenig Luftaustausch möglich oder hat der Schlafende ein starkes Bedürfnis nach frischer und kühler Luft, dann sollten täglich 10 bis 20 Pastillen Nr. 6 Kalium sulfuricum eingenommen werden.
Insektenstiche
Bei Insektenstichen hilft eine Kombination der Mineralstoffe nach Schüßler besonders gut. Je 10 Pastillen Nr. 2 Calcium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum werden als Brei auf die frische Einstichstelle aufgetragen. Ist die erste heftige Reaktion abgeklungen, genügt es, ein Gel mit der gleichen Zusammensetzung zu verwenden.
Intensive Sonneneinstrahlung
Sonnenbrand
Wenn nach einem allzu ausgiebigen Sonnenbad die Haut zu schmerzen beginnt, wird am besten ein Brei aus der unten angegebenen Mineralstoffmischung zubereitet und auf die schmerzenden Stellen aufgebracht. Die Anzahl der Tabletten richtet sich dabei nach der Größe der zu behandelnden Hautstelle. Zusätzlich wird die Mischung eingenommen. Wenn die Beschwerden nachlassen, ist das Auftragen eine Gels am günstigsten.
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
Calcium fluoratum Nr. 1
|
reduziert die Oberflächenspannung der Haut |
10 |
| Ferrum phosphoricum Nr. 3 |
für die Rötung der Haut |
30 |
| Kalium sulfuricum Nr. 6 |
Pigmentierung |
20 |
| Natrium chloratum Nr. 8 |
Flüssigkeitszufuhr in die Hautzellen |
30 |
| Silicea Nr. 11 |
Bindegewebe der Haut |
10 |
Sonnenallergie
Bei Sonnenbestrahlung wird die im oberflächlichen Gewebe abgelagerte Schlackenflüssigkeit in Bläschen sichtbar. Sie haben einen leicht gelb-grünlichen, wässrigen Inhalt. Die betroffenen Hautstellen jucken sehr, und meist reagiert der Organismus mit einer Rötung der Haut, was auf einen entzündlichen Vorgang hinweist. Bei einer Sonnenallergie sollten die Mineralstoffe nach Schüßler besonders konsequent und reichlich eingenommen weden, damit sich der Körper von den Schlacken befreien kann. Auch die äußere Anwendung kann hilfreich sein.
Probleme mit den Beinen
Venenbeschwerden
Bei Venenproblemen oder gar ausgeprägten Krampfadern kann der Sommer nahezu unerträglich werden. Durch die Wärme dehnen sich die Gefäße noch weiter aus, was zu Schmerzen führt. Hier bringen kalte Güsse nach Pfarrer Kneipp sofortige Erleichterung. Langfristig aber sollte eine Kombination von Mineralstoffen eingenommen und als Gel oder Cremegel aufgetragen werden:
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
| Calcium fluoratum Nr. 1 |
zieht die gedehnten Gefäße wieder zusammen |
10 |
| Kalium chloratum Nr. 4 |
verdünnt das abgestandene Blut der Venen |
10 |
| Natrium phosphoricum Nr. 9 |
neutralisiert die Säure im Blut |
20 |
| Silicea Nr. 11 |
stärkt das Bindegewebe der Venen |
10 |
Geschwollenen Beine!
Geschwollene Beine können auch auf einen Mangel an Natrium sulfuricum hinweisen. Er tritt bei Menschen mit einem gestörten Zuckerabbau häufig auf. Sie müssen allerdings bei der Einnahme der Mineralstoffe auf den Milchzucker achten.
Offene Beine
Kann der Körper die Schlackenflüssigkeit nicht mehr weiter zurückstauen, schafft er sich einen Ausgang in einem offenen Bein. Diese offenen Stellen sind unterschiedlich groß, können tief und sehr schmerzhaft sein. Sie sind stark nässend, wobei die Farbe des Sekretes Hinweise auf den Mineralstoffmangel geben kann. Eine weißliche Flüssigkeit zeigt einen Mangel an Kalium chloratum an, eine ockerfarbene, braun-gelbliche einen Mangel an Kalium sulfuricum, und ist sie grün-gelblich, fehlt Natrium sulfuricum. Ein roter entzündeter Rand verlangt nach Ferrum phosphoricum.
Bei offenen Beinen ist die Verwendung eines Mineralstoffbreies am günstigsten. Auch können mit Flüssigkeit, in der die benötigten Mineralstoffe aufgelöst wurde, getränkte Tücher aufgelegt werden. Vorsicht ist bei Salben geboten. Einerseits beugen sie Krustenbildungen vor und halten die Haut elastisch, andererseits können sie ein Verkleben der Wunde verursachen. Ein Cremegel mit folgenden Mineralstoffen kann verwendet werden, wobei die Mineralstoffe auch eingenommen werden können:
| Mineralstoff |
Wirkung |
Stückzahl |
| Ferrum phosphoricum - Nr. 3 |
hemmt Entzündungen |
20 |
| Kalium chloratum - Nr. 4 |
bindet den Faserstoff |
10 |
| Kalium sulfuricum - Nr. 6 |
bei braun-gelblichem Sekret |
10 |
| Natrium sulfuricum - Nr. 10 |
baut Schlacken ab |
30 |
| Arsenum jodatum - Nr. 24 |
bei nässenden Ekzemen |
7 |
Bei einem offenen Bein lassen sich häufig zwei Prozesse beobachten. Der Organismus will die Öffnung verschließen, aber zugleich die belastenden Schlacken ausscheiden. So entzündet sich die Wunde immer wieder, wenn die Heilung beziehungsweise die Schließung der Öffnung zu intensiv gefördert wird. Bei schweren Fällen bedarf es großer Geduld - manchmal Jahre -, bis die Wunde abgeheilt ist.
Die Öffnung operativ durch Hauttransplantationen zu verschließen, ist problematisch, weil die auszuscheidende Flüssigkeit zurückgestaut wird. Das fürht unter Umständen zu einem unförmigen Anschwellen des Beines. Es lässt sich auch beobachten, dass der Organismus immer wieder die aufgesetzten Hauttransplantate abstößt, weil sie den natürlichen Verlauf der Heilung stören.
Schlacken und Ablagerungen
Die Leber ist sozusagen der Abfallkübel des Organismus. Für den Umbau belastender Stoffe in ausscheidbare Substanzen steht der Leber Nr. 10 Natrium sulfuricum zur Verfügung.
Bei einem Mangel an diesem Mineralstoff muss der Organismus die Stoffe, die umgebaut werden müssten, in Deponien ablagern. Zu diesen Lagerstätten gehören das Fettgewebe, die Zellen, aber auch Warzen, Muttermale und verschiebbare Knoten unter der Haut. Sie verändern ihre Größe je nach dem Anfall der Belastungsstoffe. An den Ablagerungsstätten wird das Immunfeld extrem geschwächt. Dadurch entsteht eine Brutstätte für Bakterien und Viren, beispielsweise bei Warzen.
Das Auftreten und die Ausbreitung des Herpes-Virus steht in einem engene Zusammenhang mit Gefühlen wie Aufregung, Hass und Ablehnung. Vor allem im Bereich der Lippen (Herpes labialis), aber auch an den Geschlechtsorganen (Herpes genitalis) treten dann Herpesblasen, auch Fieberblasen genannt, auf.
Verwässerung
Allerdings gibt es eine bestimmte Gruppe von Abfallstoffen, die nicht abgelagert werden kann, sondern gelöst bleiben. Diese Schlackenflüssigkeit füllt mit der Zeit den gesamten Körper auf. Sie verwässert das Blut und durchdringt das Gewebe (Hydrämie). Die ersten Anzeichen für eine Ablagerung in den Extremitäten sind müde, schwere Beine. Später schwellen die Füße, dann auch die Unterschenkel an. Acuh in den Fingern und Händen lagert sich die Schlackenflüssigkeit ab.
Ein verlässliches Zeichen für die Belastung des Körpers mit Schlackenflüssigkeit sind verschwollene Augen. Bei einer chronischen Belastung zeigt sich das in geschwollenen Tränensäcken, die unter dem Auge bis auf die Wangenknochen hinunter"hängen".
Entwässerung
Die in Flüssigkeit gebundenen Schlacken können durch die Einnahme von Natrium sulfuricum in ausscheidbare Substanzen umgebaut werden. Bei der Verwednung des Wortes "Entwässerung" ist jedoch Vorischt geboten, weil es nicht exakt den Vorgang beschreibt. Das Natrium sulfuricum ersetzt nicht die Entwässerungstabletten der Medizin, sondern macht sie überflüssig. Die Schlacken müssen über die Leber abgebaut werden, damit das dann frei werdene Wasser ausgeschieden werden kann. Entwässerungstabletten greifen aber auf anderen Ebenen an und verursachen häufig schwer wiegende Mineralstoffmängel, vor allem an Natrium chloratum.
Die Dosierung der Mineralstoffe richtet sich nach den Beschwerden.
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